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100 Jahre Fatima

Am 13. Mai 2017 jährte sich die erste Erscheinung der Gottesmutter in Fatima zum 100. Mal. Aus diesem Anlass beging das Fatima-Weltapostolat der Diözese Münster diesen Tag festlich: Weihbischof Dr. Stefan Zekorn feierte im Kloster zum Guten Hirten in St. Mauritz ein Ponfikalamt. Danach ging es etwa 10 Kilometer zu Fuß in einer feierlichen Prozession mit Fahnen und der blumengeschmückten Fatima-Madonna nach Telgte. Dort wurde mit Propst Michael Langenfeld die Weihe an die Gottesmutter erneuert. Sonja Kaufmann und Irmgard Greive aus Sendenhorst hatten alles wunderbar vorbereitet. Die Fatima-Madonna war mit einem Meer von Blumen geschmückt; es kam auch die neue Fatima-Fahne mit den Seligen und Heiligen des Bistums Münster sowie eine kleine Kinderfahne zum Einsatz. Mit gut hundert Teilnehmern von vier bis 90 Jahren waren die beiden Organisatorinnen auch sehr zufrieden. Sie lobten die Träger der Madonnenstatue, die wirklich eine schwere Last 10 Kilometer lang auf ihren Schultern trugen und die Träger der Fahnen und des Lautsprechers; sie freuten sich über das gute Miteinander und das intensive Gebet auf der Wallfahrt.

In seiner Predigt würdigte Weihbischof Zekorn Fatima als einen der größten Wallfahrtsorte der Welt, den etwa vier bis sechs Millionen Pilger jährlich besuchen. In sehr persönlichen Worten schilderte er auch den 13. Mai 1981, den der Weihbischof als damaliger Student direkt in Rom erlebte. „Ich war der erste im Seminar, der das Papst-Attentat über Radio Vatikan, das ich gerade hörte, mitbekam. Wir versammelten uns gleich alle in der Kapelle und beteten den Rosenkranz“, schilderte er. Die Botschaft von Fatima sei v.a. eine Botschaft für den Frieden in der Welt. Papst Johannes Paul II. sei ein großer Förderer des Umbruchs im Ostblock gewesen und habe entscheidenden Anteil am Weltfrieden gehabt, schilderte Zekorn. Heute sei der Weltfrieden so bedroht, wie schon seit 1989 nicht mehr. In der Botschaft von Fatima ginge es besonders um den Gedanken der Sühne. Dieser Zentralbegriff des Glaubens sei heute oft nicht mehr verständlich; Sühne meine das Eintreten für andere, die Unheil angerichtet haben; es meine ein Leben in spiritueller Verantwortung für das Schicksal der Welt. Er verwies auf das Motto des Fatima-Weltapostolates „orbis unus orans“ und übersetzte die lateinischen Worte mit „Gebet eint die Welt“. Weihbischof Zekorn, der schon seit einigen Jahren intensiven Kontakt hat mit syrischen und irakischen Christen erzählte, dass die erste Bitte der verfolgten Christen nicht die Bitte um materielle Hilfe sei, sondern die Bitte um unser Gebet. Nur das Gebet, so der Weihbischof, könne eine Basis für den Frieden schaffen und Hass in Liebe verwandeln. Die Botschaft von Fatima sei eine Botschaft für den Frieden in der Welt durch das Gebet und das stellvertretende Einstehen für andere. Er schloss mit dem Appell: „Die Botschaft von Fatima ist so aktuell, dass man nur sagen kann: Aktueller geht es nicht!“

Nach einem Weihegebet an die Muttergottes von Fatima nach dem hl. Papst Johannes Paul II. setzte sich die Fußprozession in Bewegung. Angeführt von Kreuz, der Fatima-Madonna und Fahnen ging es die etwa 10 Kilometer lange Strecke nach Telgte. Unterwegs wurde für den Frieden in der Welt und für die Erneuerung der Kirche und um heilige Familien gebetet. Sonja Kaufmann betete gut verständlich über Lautsprecher auch in persönlichen Worten und erinnerte, einen Tag vor den Landtagswahlen in NRW, auch an das Gebet um gute Politiker. Sie verwies eingehend auf das Beispiel von Konrad Adenauer, der wichtige Entscheidungen immer erst nach dem Rosenkranzgebet auf den Knien getroffen habe und selbst auch Mitglied des Fatima-Apostolates gewesen sei. Nach gut vier Stunden kamen die Pilger in Telgte an. Propst Michael Langenfeld erwartete die Pilgerschar an der Kirchentür und feierte mit ihnen eine Andacht zum Abschluss des Fatima-Tages. Er erinnerte an den seligen Kardinal Clemens August Graf von Galen, der oft diese Strecke von Münster nach Telgte gegangen sei, um der schmerzhaften Muttesgottes seine Anliegen darzubringen. Propst Langenfeld munterte dazu auf, Maria in Freude, Dankbarkeit, Not oder Ratlosigkeit aufzusuchen. „Maria hat in Fatima ganz viel durch ihre Fürsprache bewegt und wird es weiterhin tun. Deshalb müssen wir uns ihr weiterhin anvertrauen“, mahnte er. Mit einem Weihegebet an die Gottesmutter schloss der Fatima-Tag. Timmy (9) ging die ganze Strecke zu Fuß mit. Es war seine dritte Fußwallfahrt. Er trug sogar anfangs das Kreuz und später den Lautsprecher. Über Fatima hat er auch schon einen Film gesehen. Jeden Monat dient er als Ministrant in den Herz-Mariä-Sühnesamstagen. Jacinta und Francesco von Fatima, die am selben Tag heilig gesprochen wurden, sind ihm und seinem Bruder ein großes Vorbild.

Fatima-Weltapostolat in der Diözese Münster

Sekretariat: Sonja M. Kaufmann und Irmgard Greive

Weststraße 19, 48324 Sendenhorst, Telefon  02526 – 9387738

 

Hier einige Termine aus dem vielfältigen Gebets- und Wallfahrtsangebot.

Ausführliches Programm und Informationen erhältlich im Sekretariat.

 

13. Mai 2017 Großes Jubiläum – 100 Jahre U.L.F. von Fatima

Kloster zum Guten Hirten, Münster, Mauritz-Lindenweg

10.00 Uhr Pontifikalamt mit Hwst. Herrn Weihbischof Dr. Stefan Zekorn

Anschl. Fußprozession nach Telgte, dort Andacht mit sakramentalem Segen

Freiwillige Träger der Jubilantin U.L.F. von Fatima sowie freiwillige Fahnenträger sind herzlich willkommen. Alles Nähere wird noch bekannt gegeben!

 

Am 13. jeden Monats – Fatima-Erscheinungstag

15.00 Uhr – ca. 15.45 Uhr Bartholomäus-Kirche, Einen (Nähe Warendorf)

Rosenkranzgebet in den Anliegen der Gottesmutter, Schlussgebet, Lied

 

Jeden 1. Mittwoch im Monat – Sühnegebetsstunden

14.00 Uhr – Heilig-Kreuz-Kirche, Münster, Hoyastraße/Kreuzviertel

 

Jeden 1. Donnerstag im Monat – Priesterdonnerstag

17.00 Uhr – ca. 17.45 Uhr Clemens-Kirche, Telgte

 

Jeden Freitag – Kreuzweg in den Anliegen unserer Zeit

14.00 Uhr – ca. 15.00 Uhr St. Josef-Stift, Sendenhorst

 

Jeden 1. Samstag im Monat – Herz-Mariä-Sühnesamstag

St. Ludgeri-Kirche, Innenstadt Münster (am 3.6.2017 Ausweichort, wird noch bekannt gegeben) 15.00 Uhr Rosenkranz, Heilige Messe, Beichtgelegenheit